In ihren verschiedenen Erscheinungsformen tritt Lola in eine tiefgreifende bildhafte Interaktion mit ihrer Umgebung. Diese Interaktion wird durch eine Vielzahl kĂ¼nstlerischer Elemente ausgedrĂ¼ckt, darunter bunte Flecken, die oft organisch wirken und sich mit Lolas Form verbinden, sowie komplexe Strukturen, die den Hintergrund oder die umgebende Szenerie definieren. Ein wiederkehrendes und charakteristisches Element ist die Linie aus weiĂŸem Licht, die Lolas Konturen umschlieĂŸt. Diese leuchtende Linie erfĂ¼llt eine doppelte Funktion: Einerseits dient sie der Abgrenzung des Körpers von seiner Umgebung, indem sie Lolas Form klar definiert. Andererseits symbolisiert das Verschmelzen dieses Lichtes mit der Umwelt eine tiefere Verbindung und Interdependenz zwischen der Figur und ihrem Kontext, wodurch Lola nicht isoliert, sondern als integraler Bestandteil einer grĂ¶ĂŸeren visuellen Erzählung erscheint.
Die Serie erforscht die Spannung und Harmonie zwischen der konkreten Darstellung von Lebewesen untereinander einerseits und mit der oft flieĂŸenden, formauflösenden Welt, in der die Individuen bewegen, andererseits. Eva Lösche schafft es dabei, eine einzigartige Bildsprache zu entwickeln, die den Betrachter dazu anregt, die Grenzen zwischen Realität und Abstraktion neu zu definieren und die figĂ¼rlichen Elemente in einem neuen Licht zu sehen.