Eva Lösche sieht die Lösung für diese scheinbar widersprüchliche Dualität in der Kunst darin, die beiden Pole gestalterisch zu einem harmonischen Ganzen zu vereinen. Diese Herangehensweise ermöglicht es, Gegensätze nicht als trennende Elemente zu verstehen, sondern als komplementäre Bestandteile einer übergeordneten Einheit.
Diese künstlerische Integration spiegelt sich in der Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit wider. Im Laufe des Reifeprozesses einer Person werden verschiedene Persönlichkeitsanteile, die auf den ersten Blick unvereinbar erscheinen mögen, liebevoll integriert. Dieser Prozess führt zu einer tieferen Selbstkenntnis und inneren Ausgeglichenheit, indem scheinbare Widersprüche aufgelöst und zu einem kohärenten Selbstbild zusammengeführt werden.
Die heilsame Wirkung, die sich aus Betrachtung dieser integrativen Prozesse in den Werken von Eva Lösche ergibt, geht weit über ein bloßes ästhetisches Gefallen hinaus. Sie berührt den Betrachter auf einer tieferen Ebene, da sie das Potenzial zur Selbstreflexion und zur Erkenntnis eigener innerer Integrationsprozesse birgt. Die Kunst wird somit zu einem Spiegel, der uns hilft, die Komplexität des eigenen Seins besser zu verstehen und zu akzeptieren.
Durch die Schaffung von Werken, die diese grundlegenden menschlichen Erfahrungen thematisieren, ermöglicht Eva Lösche eine Brücke zwischen dem Inneren und Äußeren, dem Individuellen und dem Universellen. Ihre Kunst lädt dazu ein, über die eigene Entwicklung und die Vereinigung scheinbarer Gegensätze nachzudenken, und bietet damit eine Quelle der Inspiration.